Als Digitalfernsehen bezeichnet man die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in digitalisierter Form. Dazu werden die herkömmlichen (analogen) Bild- und Tonsignale in digitale Datenströme (Binärcodes) verwandelt. Die Vorteile dieser Technik sind markant. Die Bandbreite zur Übertragung sinkt je Sender auf ca. 10-20 % gegenüber dem analogen Signal. Deshalb schalten die Kabelnetzbetreiber immer mehr analoge Sender ab und wechseln diese auf das digitale Angebot. Das digitale TV Grundangebot ist bereits mit viel mehr Sendern bestückt als dies auf der analogen Seite jemals war.
Die Bild- und Tonqualität verbessert sich stark. Auf modernen Fernsehern wird dieser Unterschied besonders deutlich. Mit dieser Technik sind Zusatzdienste wie u.a. automatische Sendererkennung und EPG möglich.
Dieses Signal wird mit den Standard Protokollen DVB-C (Kabelnetz), DVB-S (Satellit), DVB-T (Terrestrisch), DVB-H (Handy-TV) und auch DVB-IPTV (Internet TV) verbreitet. Nur TV-Geräte mit dieser Unterstützung können digitales TV empfangen. Die Cablecom lässt nur ihre im Monopol angebotenen Set-Top-Boxen zu. Dieser Empfängerstandard ist jedoch bereits in vielen neuen TV-Geräten/DVD- und Blueray-Recordern vorhanden (möglich in Geräten ab dem Jahre 2007).
HDTV ist der engl. Begriff für hochauflösendes Fernsehen. HDTV bietet fünf mal mehr Bildpunkte, was die Bildqualität massiv verbessert und wird im 16:9 Format ausgestrahlt. Mit einem Full-HD Fernseher kann dieses Fernseherlebnis u.a. auf dem „HD Suisse“ (Demokanal der SRG) genossen werden. Die EM (Europameisterschaft) und Olympischen Spiele werden u.a. auf diesem Sender ausgestrahlt. Zusätzlich wird mit HDTV der Ton in 5.1.-Dolby-Digital übertragen. Der DVD Nachfolger Blueray basiert auf diesem Format.
Set-Top-Boxen sind zusätzliche Geräte mit Empfänger, die dem Fernseher das Signal liefern. Pro Medium (DVD-Recorder, Blueray-Recorder, PC-Steckkarte etc.) muss eine solche Set-Top-Box angeschafft werden. Wenn Sie oder Ihre Kinder mehrere Fernseher besitzen, müssen Sie für jedes TV-Gerät eine solche Set-Top-Box installieren. Die Set-Top-Boxen der Cablecom verbrauchen im Schnitt soviel Strom wie ein mittelgrosser Kühlschrank. Bei der Cablecom gibt es die Boxen in drei (bald vier) Ausführungen:
Sie haben nun ein Problem, wenn Sie eine Sendeung aufnehmen möchten und gleichzeitig Full-HD sehen möchten. Wäre das Signal der Cablecom nicht verschlüsselt, könnten Sie sich auf dem freien Markt einen HDTV-fähigen Kabelreceiver mit Festplatte kaufen und problemlos nutzen.
| Kategorie (Preise in CHF/Jahr): | Zapp | Cablecom | Differenz |
| Haus-Kabelanschlussgebühren: | 298,00 | 318,00 | + 6.7% |
| Digitales Angebot: | inkl.** | 72,00 | + 31%* |
| HDTV Angebot | inkl.** | 180,00 | + 67%* |
| Digitales Angebot m. Recording: | inkl.** | 240,00 | + 88%* |
| HDTV und Recording: | inkl.** | 420,00 | +148%* |
Beispiel:
Mehrkosten für Besitzer eines Sharp LC-46HD1E (TV mit allen Funktionen): 148% oder 440,00 CHF im Jahr; für jedes weitere Gerät 420,00 CHF im Jahr.
* Kabelanschlussgebühren inbegriffen
** Digitalfernsehen und Digitalfernsehen mit Recording setzt bei Zapp einen Digitalreceiver (mit Recording-Funktion) voraus. Dieses Gerät muss selber angeschafft werden! Die Kosten für die Anschaffung der zusätzlichen Geräte wurden nicht mitkalkuliert. Viele moderne TV-Geräte bringen diese Funktionen bereits mit.
Preisvergleich Zapp - Cablecom
Sicher wird für Sie der digitale (HDTV) Fernsehgenuss durch die proprietären Set-Top-Boxen der Cablecom sehr viel teurer.
Noch schlimmer ist, dass die integrierten digitalen Receiver Ihres HTDV-fähigen Fernsehers nutzlos sind! Sie sind also gezwungen, die teuren Set-Top-Boxen der Cablecom zu nutzen.
Zudem stellt Ihnen die Cablecom einen überflüssigen Stromfresser in die Wohnung.