Die Lügen der Kabel-TV Lobby zum Festhalten am digitalen Kabel-TV-Monopol

 

Das analoge Cablecom-Angebot wird weiterhin als Grundangebot zu Verfügung stehen.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Das stimmt, da das analoge Cablecom Angebot gemäss heutiger Aussage bestehen bleibt. Dies ist jedoch eine Scheinzusicherung der Cablecom, damit sie weiterhin ihr digitales Angebot verschlüsselt und kostenpflichtig anbieten und gleichzeitig Ihre Set-Top-Boxen verkaufen/vermieten kann.
Die Cablecom verschweigt, dass spätestens im Jahre 2014, wahrscheinlich jedoch viel früher, kein analoges Angebot mehr existieren wird. Schon heute müssen die Kabelnetzbetreiber das digitale Signal in ein analoges umwandeln, damit sie dies überhaupt noch anbieten können. Man unterhält also künstlich ein totes Ross am Leben, damit man abzocken kann. Wir sind der Meinung, dass während der Übergangszeit zur Digitalisierung dieses Angebot weiter angeboten werden muss, aber eben nicht als Abzocke, sondern bitte fair.

 

Die Cablecom behauptet, die Bürger wollen die Cablecom Set-Top-Boxen und deren digitales TV-Angebot und wären damit zufrieden. Die Zahlen würden für sich sprechen.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Kein Wunder bei einem Monopol auf dem Kabelnetz. Die Kunden haben keine Alternative. Eine SAT-Anlage dürfen viele Mieter nicht installieren oder sie scheuen eine solche Installation. Bluewin-TV ist leider auch nicht landesweit verfügbar. Die Bürger sind also dazu gezwungen, das digitale Angebot der Cablecom zu nutzen. Dass man diese Tatsache danach zum eigenen Vorteil verdreht, ist skandalös. Der Bund müsste hier eigenlich schnellstmöglich aktiv werden. BAKOM, WEKO etc. schlaft Ihr eigentlich oder seid Ihr nur dazu da, die Interessen der Industrie zu schützen?

 

Die Cablecom behauptet neuerdings, das analoge Signal habe eine gute Qualität und reiche für normales TV-Vergnügen vollkommen aus.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Die Cablecom will die Bürger für dumm verkaufen und damit Ihre Strategie im digitalen Segment retten. Wer den Unterschied zwischen einem digitalen und einem analogen Signal einmal selbst beurteilen konnte, wird diese Aussage als dreiste Lüge entlarven.

 

Es gibt noch keinen Standard für digitales TV. Aus diesem Grund muss die Cablecom auf den Set-Top-Box Zwang bestehen.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Auch das ist eine Lüge, denn Standards existieren bereits. DVB-C/C2 und IPTV heissen diese Standards (http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-C  und  http://de.wikipedia.org/wiki/IPTV). Die Cablecom würde wahrscheinlich IPTV bevorzugen. In diesem Segment lässt sich mehr Geld verdienen und dem Kunden ungefragt Zusatz-Dienste aufbürden, die er gar nicht möchte. Ein Beispiel ist hier VoD (Video on Demand), was die Cablecom stark im Visier hat. DVB-C/C2 Empfänger sind jedoch bereits in vielen aktuellen TV-Geräten verbaut und genügen dem normalen Bürger vollends. DVB-C ist ein Standard, der genau für die Kabelnetzbetreiber entwickelt worden ist. IPTV ist schon heute auf dem Internet verfügbar. Beispiele hierzu sind Zattoo, Joost, Apple-TV-Boxen etc.

 

Die Cablecom müsse ihr digitales Angebot verschlüsseln, weil sie ohne Verschlüsselung zukünftig auf dem CH-Markt keine Chanche mehr hat. Die Spiesse gegenüber Bluewin-TV müssen gleich lang sein.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Das stimmt schlichtweg nicht. Die Cablecom spricht hier klar die zusätzlichen neuen Möglichkeiten vom digitalen TV und deren zusätzlichen Vermarktungsmöglichkeiten an. VoD ist hier wahrscheinlich das Zugpferd. Zeitversetztes Fernsehen kann heute bereits mit vielen TV-Endgeräten, die im Markt frei verfügbar sind, genutzt werden. Eine TV-Sendung später anzusehen, kann über das Internet ebenfalls bereits heute genutzt werden. Daher ist die Verschlüsselung bei DVB-C nicht notwendig und kann bei IPTV durchaus Sinn machen. Wir sprechen sogar davon, dass die Cablecom eigentlich einen Marktvorteil gegenüber BluewinTV hat. Sie hat die Möglichkeit, neben einem unverschlüsselten TV-Angebot und einem digitalen TV-Angebot ein starkes Internet anbieten zu können. Zusatzleistungen kann sie zusätzlich anbieten, was Ihre Marktstärke erheblich verbessert. Es ist heute bereits so, dass viele Haushalte zwischen einem herkömmlichen Telefonanbieter und einem Kabelnetzbetreiber wählen können. Getrennte Dienstleister sind nicht mehr notwendig.

 

Die Cablecom behauptet, dass z.B. EPG (Electronic Program Guide) ohne Ihre Set-Top-Box nicht erhältlich oder störungsfrei erhältlich ist.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Dies stimmt ebenfalls nicht. EPG ist bereits mit dem analogen und digitalen Signal ohne Probleme und ohne Zusatz-Set-Top-Boxen empfangbar. Es muss lediglich vom Empfänger unterstützt werden. Dies ist aber mit allen elektronischen  Geräten so. Unterstützt z. B. mein TV kein Full-HD, kann ich auch kein Full-HD empfangen. Auch eine Set-Top-Box der Cablecom nützt mir da nix :-).
EPG: http://de.wikipedia.org/wiki/Electronic_Program_Guide

 

Der IPTV Betrieb, also u. a. auch Bluewin-TV, muss verschlüsselt sein.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF (mit ihren Spartenprogrammen) haben den Anbieter gezwungen, die Sender unverschlüsselt zu übertragen. Wieso geht das denn?

 

Die Motion Sommaruga (Simonetta Sommaruga: Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz) verlangt ein generelles Verschlüsselungsverbot.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Wer den Text der Motion genau liest stellt fest: Die Motion betrifft nur das Grundangebot und tangiert die Swisscom mit ihrem Bluewin-TV überhaupt nicht.

 

Mit dem Verschlüsselungsverbot würde der Swisscom die Grundlage entzogen, Bluewin-TV anzubieten. Damit würde der Wettbewerb gefährdet.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Wer den Text der Motion genau liest stellt fest: Die Motion betrifft nur das Grundangebot und tangiert die Swisscom mit ihrem Bluewin-TV überhaupt nicht.

 

Das Digiale Angebot ist zusätzlich zum analogen Angebot.

Aktion-Kabelnetz.ch:
Das ist falsch. Hier sprechen wir klar von einem Technologiewechsel. Das analoge Angebot wird verschwinden. Zur Zeit befinden wir uns in der Übergangsphase. Eigentlich müsste den Bürgern der Umstieg erleichert werden, anstelle dieser Abzocke und allgemeinen Verunsicherung. Ein weiterer Schritt ist dann das digitale HD-Signal, das dem digitalen Signal den i-Punkt aufsetzt.

 

Es gibt genug Alternativen zum Cablecom/Kabelnetz-Angebot

Aktion-Kabelnetz.ch:
Dies stimmt nicht. Nicht alle Bürger können sich eine SAT-Anlage montieren. Bluewin-TV ist ebenfalls nicht überall erhältlich. Damit der Markt voll spielen kann, müssten z.B. auch die SAT-Sender ORF, sowie französische und regionale Programme entschlüsselt werden können. Dies ginge, wenn das BAKOM auch in diesem Segment den Markt spielen lassen würde und z.B. Entschlüsselungskarten mit diesen Angeboten erlauben und fördern würde.

Schweizerischer Verband der Telekommunikation (asut)

Präsident, Fulvio Caccia

Artikel in der NZZ
vom 15.05.08

11_Unwahrheiten.pdf

Stellungnahme/Kommentar Aktion-Kabelnetz.ch
pdf, 79,3K, 08.09.08,
1289 downloads

Swisscable

Branchenverband der Kabel-TV-Unternehmen in der Schweiz

Communiqué von Swisscable
vom 16. Mai 2008

 

Thesenpapier von Swisscable

Nationalratskommisson

für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF-N)

Communiqué der nationalrätlichen Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF-N)
vom 20. Mai 2008

Medien-Forum

Communiqué des Medien-Forums
vom 28. April 2008

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Ökologisch nicht tragbar

Auch aus ökologischer Sicht sind die Settop-Boxen-Monopol Unsinn. Der Energieverbrauch dieser Boxen ist enorm! Für jedes TV-Endgerät muss eine solche Box angeschaft werden. Schon aus diesem Grunde muss das Gerätemonopol fallen.